Im Falle eines Verdachts von sexualisierter Gewalt können Sie jederzeit mit den Vertrauenspersonen des Kirchenkreises Kontakt aufnehmen. Sie kennen Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten und beraten Sie zu diesen.

Als sexualisierte Gewalt gelten unter anderem:

  • jede Form von sexuellen Handlungen an oder vor Kindern, Jugendlichen oder schutzbedürftigen Personen, unabhängig davon, ob körperlicher Kontakt besteht
  • sexuelle Berührungen, die gegen den Willen einer Person erfolgen oder bei denen diese nicht zustimmen kann
  • verbale sexuelle Belästigung, zum Beispiel anzügliche Bemerkungen, sexualisierte Witze, Kommentare über Körper oder Aussehen
  • das Zeigen, Versenden oder Zugänglichmachen von pornografischem Material
  • Aufforderungen zu sexuellen Handlungen oder Gesprächen über Sexualität, die nicht alters- oder situationsangemessen sind
  • digitale Übergriffe wie das Versenden sexueller Nachrichten, Bilder oder Sprachnachrichten (auch über Messenger oder soziale Medien)
  • Verletzungen der Intimsphäre, zum Beispiel beim Umkleiden, Duschen, bei Übernachtungen oder in seelsorglichen Gesprächen
  • Ausnutzen von Abhängigkeitsverhältnissen oder Machtpositionen für sexuelle Zwecke
  • Grenzüberschreitende Nähe, Zwang zu Körperkontakt oder das Ignorieren klarer Signale von Unwohlsein
  • jede Form von sexualisierter Ausbeutung, Nötigung oder Bedrohung

Der Kirchenkreis Köln-Linksrheinisch und die in ihm zusammengeschlossenen Gemeinden und Einrichtungen sind für den Schutz der Menschen verantwortlich, die bei uns ein- und ausgehen. Das gilt für die beruflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen genauso wie für alle, die an unseren Angeboten teilnehmen.

Sexualität ist eine gute Gabe Gottes. Sie zu würdigen bedeutet für uns im Kirchenkreis Köln-Linksrheinisch, im besonderen Maße dafür Sorge zu tragen, dass junge Menschen ihre Sexualität als eine einmalige, positive Lebenskraft erkennen und auch in dieser Hinsicht selbstbestimmt und geschützt leben können. Dies gilt für das gesamte Spektrum sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität in seiner ganzen Vielfalt. Es muss sichergestellt sein, dass niemand missbraucht, verletzt oder ausgebeutet wird.

Sexuelle Übergriffe geschehen niemals zufällig oder unbeabsichtigt. Vielmehr werden bewusst gesellschaftliche Normen und Regeln missachtet. Die Täter*innen nutzen ihre Machtpositionen aus, um die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.

Damit es nicht dem Zufall überlassen ist, ob Kinder oder Jugendliche geschützt werden, stehen wir als Institution vor der Herausforderung, ihnen geschützte Räume anzubieten. Dies setzt die Sensibilisierung, Information und Schulung aller Mitarbeitenden im Bereich der Kinder und Jugendarbeit und darüber hinaus im Gemeindekontext voraus.

Vertrauenspersonen des Kirchenkreises Köln-Linksrheinisch sind:

Frau Siggi Schneider
0152 / 04740266
siggi.schneider.1@ekir.de

Pfarrer Stefan Jansen-Haß
0177 / 5358751
stefan.jansen-hass@ekir.de

Pfarrerin Ronja Voldrich
01578 / 0579195
ronja.voldrich@ekir.de

Pfarrer Gebhard Müller
02272 / 2568
gebhard-mueller@ekir.de

Hier finden Sie das aktuelle Schutzkonzept des Kirchenkreises: Schutzkonzept

 

Beratung und Unterstützung bietet auch die

Ev. Beratungsstelle
Tunisstr. 3 (Eingang Schwertnergasse)
50667 Köln
0221 / 25 77 461

 

Selbstverständlich können Sie sich auch an die Ansprechpersonen der Ev. Kirche im Rheinland wenden:

Ev. Hauptstelle für Familien- & Lebensberatung
(Ansprechstelle für den Umgang mit Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung)
Frau Claudia Paul
Graf-Recke-Straße 209a / 40237 Düsseldorf
0211 / 36 10 312
beratung.hauptstelle@ekir.de

 

Meldestelle im Landeskirchenamt
0211 / 4562-602
meldestelle@ekir.de