Die Queere Kirche Köln versteht sich als ein sichtbarer und lebendiger Ort gelebter Theologie, queerer Spiritualität und offener kirchlicher Kultur. Sie richtet sich insbesondere an Menschen, die Kirche sonst kaum erreicht: junge, queere Personen und digital vernetzte Communities. Monatlich nehmen über 1.000 Menschen an den Angeboten teil.

Die Queere Kirche Köln ist ein Erprobungsraum der Evangelischen Kirche im Rheinland und seit Anfang 2023 aktiv. Das Projekt war zunächst auf drei Jahre angelegt und wird nun – nach Beschluss der Landeskirche – bis Ende 2027 gefördert. Momentan wird daran gearbeitet, die Weiterführung der Queeren Kirche ab 2028 in anderer Weise zu sichern.

 

Was die Queere Kirche Köln ausmacht

Die Queere Kirche Köln bringt Kirche bewusst dorthin, wo viele sie nicht erwarten – in queere Räume, digitale Welten und junge Subkulturen. Ihr Ansatz gründet auf drei Profilen:

  • Queer: Die Queere Kirche versteht sich als Safe Space für queere Menschen und ihre Allies. Sie setzt sich bewusst gegen kirchliche und gesellschaftliche Diskriminierung ein und schafft Räume, in denen Verletzungen ernst genommen werden und Vertrauen neu wachsen kann.
  • Jung: Sie richtet sich vor allem an junge Erwachsene, die in traditionellen kirchlichen Formen oft keinen Platz finden. Begegnungen entstehen in niedrigschwelligen Formaten wie zum Beispiel Partys, Festivals und offenen Treffpunkten.
  • Digital: Auf Instagram, TikTok oder YouTube schafft das Projekt sichtbare, kreative und teils humorvolle Inhalte, die sowohl unterhalten als auch aufklären – und digitale Räume für Glauben, Austausch und Community eröffnen.

Angebote (Auswahl)

Die Queere Kirche Köln hat in kurzer Zeit vielfältige und sichtbare Angebote aufgebaut:

  • regelmäßige queere Gottesdienste mit liturgischer und musikalischer Vielfalt
  • ein queerer Kirchenchor mit ca. 40 Mitgliedern
  • zweiwöchentlicher Queerer Treff für Austausch, Begegnung und Empowerment
  • seelsorgliche Begleitung queerer Menschen und Paare
  • Beteiligung am Cologne Pride (CSD)
  • theologische Reflexion zu Queerness und Glaube
  • starke digitale Sichtbarkeit unter anderem auf Instagram, TikTok, Podcasts, Homepage etc.
  • Aufklärungsarbeit in Gemeinden und kirchlichen Gremien
  • kreative spirituelle Formate wie queere Osternacht, Segnungsfeiern oder Gottesdienste mit Drag-Queens.

www.queere-kirche-koeln.de